Wie kommt Wein eigentlich zu seinem Namen?

Bordeaux, Burgunder, Pinot noir, Cabernet Sauvignon, … Die Liste könnte unendlich fortgeführt werden, denn die Vielfalt an Weinen ist nahezu endlos. Da stellt sich die Frage, wie Wein eigentlich zu seinem Namen kommt. In der Weinherstellung wird schließlich nichts dem Zufall überlassen.

Wein erhält seinen Namen entweder durch die Rebsorte oder der Weinregion.

Der gleiche Wein, zwei Namen

Ein hervorragendes Beispiel dafür, dass die Namensgebung beim Wein gerade für einen Laien äußerst verwirrend sein mag, stellt der Pinot noir dar. Im Prinzip ist der Pinot noir genau dasselbe Produkt wie der Burgunder. Doch wie man bereits erkennt: Nur weil das gleiche drin ist, muss es noch lange nicht denselben Namen tragen. Pinot noir und Burgunder sind aber auch ein perfektes Beispiel dafür, dass die meisten Weine nach zwei verschiedenen Arten benannt werden. Seinen Namen erhält ein Wein entweder gemäß der Region, aus der er stammt oder entsprechend der Traube, die verwendet wurde. Wurden mehrere Rebsorten verwendet, ist es üblich, den Wein nach der Hauptrebsorte zu benennen.
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Der Wein der Alten und der Neuen Welt

Eine wichtige Rolle spielt dabei auch, ob der Wein aus der Alten oder der Neuen Welt stammt. Die Alte Welt steht dabei bezeichnend für Europa und dessen ehemalige Kolonien. die Neue Welt für die Amerikas. Dabei setzen die Weingüter der Alten Welt auf die Herkunft des Weines, wie eben auch im Falle des Burgunders, der – wie der Name schon verrät – aus der französischen Region Burgund stammt. Pinot noir beschreibt treffend, welche Rebsorte für diesen Wein verarbeitet wurde – eben die Pinot noir.

Ein Pinot noir könnte aber auch dann als Pinot noir bezeichnet werden, wenn er nicht zu 100 Prozent aus Pinot-noir-Trauben besteht, sondern diese lediglich den größten Prozentanteil ausmachen. Unter Experten wird die Benennung nach Rebsorten deshalb diskutiert, weil Ansicht vertreten wird, dass ein Pinot noir nicht gleich ein Pinot noir ist. Denn auch die Region und deren geografische Gegebenheiten wie Bodenbeschaffung und Klima wirken sich auf den Geschmack der Trauben und folglich auch des Weines aus. Schauen Sie sich das Etikett einer Weinflasche genau an.